Auch Stimmen aus dem Landkreis Starnberg zu Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes

Bildunterschrift: Im Austausch am Rande der Blaulichtkonferenz: (v. li.) Michael Falk, Carmen Wegge und der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Sebastian Hartmann

Unter dem Motto „Krisenfest durch die Zeitenwende“ lud die SPD-Bundestagsfraktion mehrere hundert Aktive aus Polizeien, Feuerwehren, THW, Rotem Kreuz, Maltesern, DLRG, Johannitern und weiteren Verbänden zu einer Blaulichtkonferenz nach Berlin in den Bundestag ein. Darunter auch Michael Falk von der Bereitschaft Starnberg des Bayerischen Roten Kreuzes.

„Es ist höchste Zeit den Katastrophenschutz aus dem Dornröschenschlaf zu holen! Die Einsatzkräfte stehen in den letzten Jahren immer öfter Naturgewalten gegenüber. Dazu kommen, unter anderem, Einsätze im Rahmen der anhaltenden Pandemie und der Flüchtlingsströme, zuletzt aus der Ukraine. Die hochengagierten Ehrenamtlichen bei uns im Landkreis brauchen nicht nur personelle Verstärkung sondern ganz besonders moderne, verlässliche Fahrzeuge und Ausrüstung. Desweiteren muss die Unterbringung der Einheiten und die Infrastruktur in Zukunft den anstehenden Aufgaben gerechter werden.“, so Falk zu den aktuellen Herausforderungen im Landkreis Starnberg.

Und auch die Starnberger SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge, die im Innenausschuss des Bundestages sitzt, war Teil der Blaulichtkonferenz.

„Unsere Einsatzkräfte des Zivil- und Katastrophenschutzes sind immer zur Stelle, um Menschen in Notsituationen zu helfen und Schäden einzuschränken und zu beseitigen. Gemeinsam mit ihnen diskutieren wir, wie sich die Arbeit der Einsatzkräfte durch die Zeitenwende bereits jetzt verändert und auf was wir uns für die Zukunft einstellen müssen. Dazu gehören Fragen nach der passenden Ausrüstung ebenso wie nach den ehrenamtlichen Strukturen und wie diese auch bei steigender Einsatzzahl unterstützt und gestärkt werden können“, so Wegge.

Der russische Angriffskrieg hat die Sicherheitslage auch in Deutschland grundlegend verändert. Die aktuellen Gefahren für die Bevölkerung begründen sich jedoch nicht allein in der militärischen Konfrontation in Osteuropa, sondern auch die innere Sicherheit ist zunehmend bedroht. Eine ganze Reihe an neuen und alten Gefahren treten nebeneinander: schwere sicherheitspolitische Spannungen sowie die Folgen des Klimawandels mit Flutkatastrophen und Waldbränden, internationale Konfliktlagen um Ressourcen und Rohstoffe wie auch neuartige Bedrohungen im Cyberraum, und zudem eine grundsätzlich höhere Anfälligkeit moderner Industrie und Wissensgesellschaften. All das fordert die sogenannten Blaulichtorganisationen von Polizei, Feuerwehr und die Organisationen des Zivil- und Katastrophenschutzes.