Die Bundeswehr hebt die Mindestflughöhen des Militärflugplatzes Lechfeld an, die die Errichtung von Windkraftanlagen bisher verhinderten. Unter der neuen Bundesregierung und dem SPD-geführten Verteidigungsministerium wurde eine jahrelange Blockade nun aufgehoben.

Carmen Wegge: „Im Gespräch mit dem Landkreis Starnberg wurde ich auf das Problem der niedrigen Mindestradarführungshöhen für die Bundeswehr aufmerksam. Sie waren ein Hindernis für den Ausbau der Windkraft in Oberbayern. Gerade zwischen Krailling und Germering würde der Landkreis gerne Windräder aufbauen, wurde durch den Fliegerhorst Lechfeld aber daran gehindert. Dass die Radarhöhen angepasst werden müssen, habe ich deshalb in Berlin bei meinen Fachkolleg*innen immer wieder angebracht. Ich freue mich sehr, dass sich dieses Engagement jetzt auch für meinen Wahlkreis auszahlen könnte.“

Die Entscheidung der Bundeswehr zur Anhebung der Mindestflughöhen von derzeit 760 m auf 836 m ü.NN kommt fast zeitglich mit der Verabschiedung des Energiepakets der Bundesregierung für den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien. Darin wird unter anderem gesetzlich geregelt, dass jedes Bundesland rund zwei Prozent seiner Flächen verpflichtend für Windkraft zur Verfügung stellen muss.

Carmen Wegge: „Die bayerische Staatsregierung hat den Ausbau der Windkraft viel zu lange ausgebremst und kann sich jetzt nicht mehr verstecken. Wir brauchen in Bayern mehr Windkraftanlagen, um die Energiewende zu schaffen, aber auch um schnell unabhängig von russischen Gas- und Ölimporten zu werden. Die Anhebung der Mindestflughöhen in Lechfeld könnte auch das Startsignal für mögliche Standorte von Windkraftwerken zwischen Krailling und Germering sein. Das muss jetzt vor Ort geprüft werden.“

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