Bei der Veranstaltung »Hass und Hetze (im Netz)« am 29. Juli kam die 31-jährige SPD-Bundestagskandidatin Carmen Wegge mit Florian Ritter MdL und Helge Lindh MdB ins Gespräch.

»Gerade die letzte Woche hat mir mal wieder bestätigt, dass die einzige Partei, die klar gegen Rechts steht, die SPD ist«, sagt Carmen Wegge »Wer AfDler zu Verfassungsrichtern macht oder sich enthält wenn es darum geht, Björn Höcke zum Ministerpräsidenten zu wählen, für den ist Antifaschismus nur ein Lippenbekenntnis.«

In der Veranstaltung ging es zunächst um die Situation in Bayern »Gerade in Bayern sind die Reichsbürger sehr stark. Leider hat die CSU diese Menschen lange als psychisch krank angesehen und sie erst ernst genommen, als ein Polizist gestorben ist«, so MdL Florian Ritter. »Zudem kann man beobachten, dass sich Rechte nicht mehr unbedingt in herkömmlichen Organisationen formieren, sondern in losen Netzwerken, die leider in Bayern nicht beachtet werden.«

Helge Lindh, der immer wieder Opfer von rechten Attacken im Netz ist, berichtet darüber, wie perfide die AfD im Bundestag agiert. »Diese Menschen argumentieren rassistisch und das nach dem Nationalsozialismus in Deutschland. Das hat eine ganz eigene Qualität. Sie versuchen darüber hinaus an Diskurse anzuknüpfen, die vermeintlich gesellschaftsfähig sind. Gerade wenn es um die Gleichstellung von Frauen, Homosexuellen oder Migrant*innen geht. Es ist vor allem die Aufgabe der Zivilgesellschaft, dagegen aufzustehen.«

Hier waren sich alle einig. Die Zivilgesellschaft muss dafür verantwortlich sein, dass Rassismus in unserer Gesellschaft nicht mehr mehrheitsfähig ist. »In Bayern brauchen wir ein Programm, das demokratischen Diskurs und Projekte fördert. Bundesprogramme wie ›Demokratie leben‹ brauchen wir auch in Bayern. Leider ist das mit der aktuellen Landesregierung nicht möglich«, so Florian Ritter. »Auch im Netz sollte man dagegenhalten. Man darf nicht unterschätzen, wie sehr die Opfer solcher rechten Attacken im Netz auch psychisch leiden. Jede Unterstützung ist richtig und wichtig«, so Helge Lindh. Abschließend sagt Carmen Wegge »Der antifaschistische Kampf geht ein Leben lang. Bei der SPD kämpfen wir ihn authentisch seit 158 Jahren. Heute haben wir uns gegenseitig Mut gemacht. Morgen geht es weiter«.

[Pressemitteilung als PDF zum Download]

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