Im Rahmen der Veranstaltung »Inklusion – mit uns immer!« am 4. Mai kam die 31-jährige SPD-Bundestagskandidatin Carmen Wegge mit Verena Bentele, VdK-Präsidentin und Akteur*innen aus dem Bereich Inklusion ins Gespräch. Eine Nachlese.

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (5.5.) diskutierten die Anwesenden über Wege, den Inklusionsgedanken flächendeckend zu verwirklichen.

»In den letzten Jahren hat sich schon viel getan«, stellte Verena Bentele am Anfang der Veranstaltung fest. „Wir sind aber noch lange nicht bei einer inklusiven Gesellschaft angekommen. Nach über zehn Jahren UN-Behindertenrechtskonvention müssen wir auch irgendwann aus dem Stadium des Bewusstseinschaffens hinaus kommen und Mut haben, Inklusion neu und anders zu denken.“ Der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt müsse auch für Menschen mit Behinderungen gewährleistet sein. 

Carmen Wegge merkte darüber hinaus an, dass nur 4 % aller Menschen mit Behinderungen mit einer solchen geboren werden. Bei 96 % entstehe Behinderung erst im Laufe ihres Lebens. „Wir brauchen daher eine Verpflichtung der Arbeitgeber*innen, für besseren Arbeitsschutz zu sorgen. Gerade in der Pflege und anderen körperlich anstrengenden Berufen, kann man durch Arbeitshilfsmittel präventiv dafür sorgen, dass diese Arbeitnehmer*innen gesund durch ihr Arbeitsleben kommen.“

Auch das Thema Teilhabe an Bildung war für viele ein Anliegen. Für Sissi Fuchsenberger vom Inklusionsbeirat Lk Starnberg ist es unabdingbar, dass Kinder im Vorschul- und Schulbereich gemeinsam und wohnortnah betreut werden können. Kommt ein Kind in die Schule, enden oft alle inklusiven Angebote, die im Kitabereich umgesetzt werden konnten. In Bayern wird es den Lehrer*innen sehr schwer gemacht, Kinder mit Förderbedarf adäquat schulisch zu versorgen. Abschließend fasste Carmen Wegge zusammen „Inklusion muss in allen Lebensbereichen mitgedacht werden. Sei es beim Bauen, bei der Stadtplanung, bei der Arbeit oder bei der Bildung. Man muss Fähigkeiten fördern und nicht immer nur über Einschränkungen reden“.

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