Mein Name ist Carmen Wegge und ich kandidiere im Bundestagswahlkreis 224 (Starnberg – Landsberg – Germering) für den Bundestag.

Warum sollten Sie mich und die SPD wählen? Ganz klar: Mit der SPD wird alles besser! Und mit mir haben Sie eine junge, authentische Frau im Bundestag, die mutig und erfolgreich für Ihre Belange und die der Menschen um Sie herum eintreten wird.

Dass Sie in der Corona-Pandemie durch das Kurzarbeiter*innengeld Ihren Arbeitsplatz behalten, unkompliziert in die Grundsicherung gelangen konnten oder durch den Kinderbonus oder die Mehrwertsteuersenkung mehr Geld auf dem Konto haben, ist der SPD zu verdanken. Doch wir können nicht nur retten, sondern auch das Leben positiv gestalten.

Auf dieser Seite können Sie mich und meine Inhalte, die mir besonders am Herzen liegen, kennen lernen. Schön, dass Sie vorbeischauen. Zwei Stimmen für mich und die SPD am 26.09.21 sind gut gewählt.

»Ich möchte von heute an mit euch um den Einzug in den Bundestag kämpfen!« – Carmen Wegge zur Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 224 gewählt

In einer Online-Aufstellungskonferenz am Freitag, 19.2.21, hat die SPD im Wahlkreis 224 Starnberg-Landsberg-Germering entschieden, dass sie mit Carmen Wegge in den Wahlkampf um ein Bundestagsmandat zieht.

Die 31-jährige Juristin Carmen Wegge ist seit 2013 in der SPD aktiv und engagiert sich seither auf vielen Ebenen. Bei den Jusos Bayern, der Jugendorganisation der SPD, ist sie stellvertretende Landesvorsitzende und vertritt ab April die Jusos im Vorstand der BayernSPD.

Parteiintern fiel sie vor allem mit ihrem Engagement gegen das Polizeiaufgabengesetz auf. Sie reichte zum Beispiel als eine der Initiator*innen Verfassungsklage gegen dieses umstrittene Gesetz ein, über die allerdings noch immer nicht entschieden wurde.

In ihrer mitreißenden, sehr engagierten Rede erwies sich Wegge nicht nur als Expertin in den Bereichen Innen- und Sicherheitspolitik, sondern überzeugte auch als leidenschaftliche Kämpferin für die Gleichstellung aller Geschlechter. Als junge Mutter einer zwei Monate alten Tochter ist es für sie ein Herzensthema zu zeigen, dass es sich lohnt, mutig für politische Ziele zu kämpfen.

Weiterlesen

Parlamentarische Anfrage der SPD bestätigt schleppende Sanierung

Die SPD-Politiker:innen Florian von Brunn und Carmen Wegge kritisieren den Umgang mit der PFC-Belastung, einem gefährlichen Umweltgift, am ehemaligen Fliegerhorst in Penzing. Nach einer Anfrage des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion von Brunn ist nun klar, dass die Behörden zu spät gehandelt haben. Auch liegt das abschließende Gutachten immer noch nicht vor.

„Es ist für mich völlig unverständlich, dass die zuständigen Behörden erst 2019 vorübergehende Schutz-Maßnahmen für die Bevölkerung ergriffen haben. Die Verwendung von PFOS ist bereits seit 2006 weitgehend verboten: Man hatte also mehr als 10 Jahre Zeit die Bevölkerung besser zu schützen! Die Gefährlichkeit dieses Umweltgifts zeigt sich schon an den Fischen. Wer fünf Mal im Jahr eine Bachforelle aus dem Verlorenen Bach gegessen hat, hat die aktuell von der europäischen Lebensmittelbehörde maximal erlaubte Menge wahrscheinlich schon überschritten. Ab diesen Mengen können Herz-Kreislauferkrankungen ausgelöst und der Impfschutz bei Kindern massiv reduziert werden. Leider muss man festhalten: Staatsregierung und zuständige Bundes- und Landesbehörden haben jahrelang zugeschaut, wie PFC-verseuchtes Wasser abgelaufen ist und die Umwelt vergiftet wurde. Hier, wie auch in anderen Landkreisen, wurde viel zu spät gehandelt. Das ist unverantwortlich!“, führt Florian von Brunn aus.

Bereits 2013 war die ursprüngliche Trinkwasserquelle Untermühlhausen wegen erhöhter PFC Werte geschlossen und dauerhaft vom Netz genommen worden. Jedoch wurden erst seit 2019 Maßnahmen gegen den Ursprung der Belastung – das Feuerlöschübungsbecken des Fliegerhorsts – ergriffen.

„Auch wenn die in den letzten zwei Jahren ergriffenen Maßnahmen wie die Reinigung des Löschbeckens und die Installation der Aktivkohlereinigungsanlage begrüßenswert sind, erwarte ich doch, dass der Schutz der Bevölkerung nicht erst nach Fertigstellung des abschließenden Gutachtens an erster Stelle steht. Ich erwarte, dass das Landratsamt zügig handelt und Konzepte für eine dauerhafte Eindämmung der Belastung vorlegt, umsetzt und das Gutachten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) umgehend veröffentlicht, wenn es dann im 1.ersten Quartal dieses Jahres endlich vorliegt. Auch kann ich den Bürgerinnen und Bürgern nur raten, bereits jetzt ihr Recht nach dem Informationsfreiheitsgesetz geltend zu machen und Anfragen zu den Details und Inhalten des Gutachtens bei der BimA zu stellen.“ ergänzt Carmen Wegge, SPD – Bewerberin für die Bundestagskandidatur im Landkreis. 

Momentan werden unsere Grundrechte auf eine noch nie dagewesene Weise eingeschränkt. Viele verzichten ohne mit der Wimper zu zucken auf ihre Rechte. Andere verfallen in Panik und fragen sich, wann sie sich je wieder frei bewegen können. Dass manche die Einschränkungen und deren Ausmaß nicht hinterfragen, liegt möglicherweise auch damit zusammen, dass das bewusste auseinandersetzen mit den Rechten und Pflichten des Staates von jeher in unserer Gesellschaft zu kurz kommt. 

Was für Grundrechte gibt es eigentlich?

Alle wissen, dass sie Grundrechte haben. Doch auch bei den Grundrechten gibt es unterschiedliche. Es gibt Grundrechte, die gelten nur für deutsche Staatsbürger und es gibt Grundrechte, die gelten für alle, die sich auf deutschem Boden aufhalten. Es gibt Grundrechte die werden „schrankenlos“ gewährleistet und es gibt Grundrechte, die können durch Gesetz beschränkt werden. 

Die Religionsfreiheit ist zum Beispiel ein Grundrecht, dass schrankenlos gewährleistet werden muss. Die Religionsfreiheit kann daher nur dann eingeschränkt werden, wenn ein anderes Grundrecht in einer Abwägung mehr wiegt. Momentan sind zum Beispiel Gottesdienste untersagt – es liegt also eine Einschränkung der Religionsfreiheit vor. Allerdings gibt es im Grundgesetz auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit und dieses Grundrecht – so zumindest hat es der Gesetzgeber entschieden- ist gerade wichtiger, als das Recht, seine Religion frei auszuüben. 

Andere Grundrechte können „einfach“ durch Gesetz eingeschränkt werden. Die meisten Gesetze tun dies im Übrigen auch. Das Mindestlohngesetz schränkt die unternehmerische Freiheit ein, die Arbeitsschutzgesetze die berufliche Freiheit, die Polizeigesetze unter anderem unsere persönliche Freiheit. 

Wie funktioniert das jetzt gerade bei Corona?

Damit unsere Grundrechte eingeschränkt werden können, braucht es immer eine Ermächtigungsgrundlage. Diese schafft der Gesetzgeber durch ein Gesetz. Momentan ist dies das Bundesinfektionsschutzgesetz. Dieses Gesetz findet immer dann Anwendung, wenn eine der Krankheiten die in §6 Bundesinfektionsschutzgesetz genannt sind, in Deutschland auftreten. Darunter fällt zum Beispiel die Pest oder ein Ausbruch der Masern. 

Logischerweise stand bis vor kurzem Covid 19 gar nicht in diesem Gesetz drin. Dies hat der Bundestag mit einer Verordnung im Februar geändert. Damit konnte man dann alle Maßnahmen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz anwenden. 

Das Bundesinfektionsschutzgesetz erlaubt es, den Ländern verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. In § 32 steht ganz klar drin:

Die Grundrechte der Freiheit der Person, der Freizügigkeit, der Versammlungsfreiheit, der Unverletzlichkeit der Wohnung und des Brief- und Postgeheimnisses können (..) eingeschränkt werden.“

Das Bundesinfektionsschutzgesetz gibt dabei den Ländern Maßnahmen an die Hand, die sie ergreifen können. Diese sind vor allem auf Prävention ausgelegt und beinhalten Maßnahmen zur Quarantäne, Beobachtung von Personen und das Durchführen medizinischer Tests. Interessanterweise war das Verhängen von umfassenden Ausgangsbeschränkungen eigentlich im Gesetz nicht vorgeschrieben. Auch das musste der Bundestag erst in das Gesetz hineinschreiben. 

Die ganzen Allgemeinverfügungen die gerade in Bayern erlassen werden, finden also alle ihre Grundlage im Bundesinfektionsschutzgesetz.

Bayern legt natürlich noch ne Schippe drauf

Das Bundesinfektionsschutzgesetz war der Staatsregierung in Bayern nicht genug. Daher hat der Bayerische Landtag am 25.03.2020 das Bayerische Infektionsschutzgesetz beschlossen. Wenn man über dieses sprechen will, muss man am Anfang der Dinge anfangen.

Ein Bundesland kann nur dann eigene Gesetze erlassen, wenn es in dem Bereich zuständig ist („Bildung ist Ländersache“) oder der Themenbereich Teil der konkurrierenden Gesetzgebung ist. Bei der konkurrierenden Gesetzgebung ist es so, dass die Bundesländer nur so lange ein Gesetz in dem entsprechenden Themenbereich erlassen können, solange der Bund dies noch nicht getan hat. 

Gesetze gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten zu erlassen ist Teil der konkurrierenden Gesetzgebung und der Bund hat hier schon ein Gesetz erlassen. Bayern hätte also eigentlich gar kein eigenes erlassen dürfen. 

Die Bayerische Staatsregierung argumentiert hier aber, dass das Bundesinfektionsschutzgesetz lediglich präventiven Charakter für die Menschen habe, mit dem Bayerischen Infektionsschutzgesetz wolle man das Gesundheitssystem schützen – man habe also etwas geregelt, dass der Bund noch nicht geregelt habe. 

Nach dem Bayerischen Infektionsschutzgesetz muss man den „Gesundheitsnotstand“ ausrufen, um die dort festgelegten Maßnahmen ergreifen zu können. Hat man dies getan, dann kann man medizinisches Material beschlagnahmen, die Produktion von medizinischem Material anordnen und die Menschen zur Arbeit in den Gesundheitseinrichtungen zwingen. Zu letzterem gehören vor allem Menschen, die eine medizinische Ausbildung haben und bereits in Rente sind oder inzwischen einen anderen Beruf ausüben. 

Bis jetzt hat Bayern den Gesundheitsnotstand noch nicht ausgerufen und ob das Gesetz so möglich ist, ist zumindest fraglich. Auch der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat sich hierzu bereits kritisch geäußert.

Wenn alles schnell passiert, dann passieren Fehler

Gerade passiert sehr viel, sehr schnell. Das kann zu Fehlern führen oder Eingriffen, die nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar sind. 

In diesem Zusammenhang ist zum Beispiel die in Bayern erfolgte Briefwahl zur Stichwahl als möglicherweise verfassungswidrig zu deklarieren. Damit in Bayern die Stichwahl ausschließlich per Briefwahl durchgeführt werden konnte, hat der Landtag das Gemeinde-und Landkreiswahlgesetz geändert. Die Briefwahl schränkt das Recht auf freie, geheime und gleiche Wahl nach Art. 38 GG jedoch ein. Die Briefwahl kann zumindest nicht gewährleisten, dass die ersten zwei Kriterien erfüllt sind. Hierzu gibt es auch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das sagt, dass die Briefwahl nur so lange erlaubt sein kann, solange sie die Ausnahme bleibt. 

Das Recht auf freie, geheime und gleiche Wahl ist ein schrankenlos gewährleistetes Grundrecht. Das heißt, es kann nur durch anderen Verfassungsrecht eingeschränkt werden. Die Bayerische Staatsregierung argumentiert hier, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit hier schwerer gewogen habe und deshalb die bayernweite Briefwahl gerechtfertigt gewesen wäre. Aber war die Briefwahl wirklich das mildeste Mittel, um die Wahlen mit einer möglichst niedrigen Infektionsquote durchzuführen? Hätte man die Wahl nicht über einen längeren Zeitraum stattfinden lassen können, hätte man für die Wahl nicht Termine vergeben können,um so einen stetigen aber kleinen Menschenfluss zu gewährleisten? Hätte man schon. Macht das die Wahl unrechtmäßig? Wenn wir Pech haben schon. 

Als anderen Beispiel ist die Datenweitergabe von infizierten Personen vom baden-württembergischen Gesundheitsministerium an die Polizei zu nennen. Hier fehlte es komplett an einer Rechtsgrundlage. Abgesehen davon, dass die Notwendigkeit dieser Informationsweitergabe schon in Frage gestellt werden muss, ist hier in das Recht auf informationelle Selbstbestimmtheit eingegriffen worden ohne dass dies erlaubt gewesen ist. Also ein klarer rechtswidriger Grundrechtseingriff.

Auch unsere Genoss*innen in Mecklenburg-Vorpommern haben einmal ordentlich daneben gegriffen, als sie das Reisen auf die Inseln und an die Nordsee in den Osterfeiertagen verbieten wollten. Dies war eine unverhältnismäßige Einschränkung der allgemeinen Handlungsfreiheit und der persönlichen Freiheit. Die Verfügung wurde durch das Gericht wieder aufgehoben.

Erst denken und dann handeln

Es lässt sich also beobachten, dass Panik und Übereiltheit kein guter Ratgeber sind. Auch die Attitüde die man in Bayern sehr häufig beobachten kann, dass man erst ein Gesetz erlässt und sich danach überlegt, ob man damit unverhältnismäßig in Grundrechte eingegriffen hat, ist etwas, das man niemals gutheißen kann. Gerade jetzt haben wir als Politiker*innen die Verantwortung ausgewogen und angemessen zu entscheiden. Auch wenn manchen in unserer Gesellschaft gerade nicht bewusst ist, was wir gerade aufgeben und was wir gerade nicht mehr haben, darf dies von uns niemals vergessen werden. Insbesondere sind wir dafür zuständig, dass alle Rechte wieder zurückgegeben werden. Das gilt es dann von allen kritisch zu beobachten und zu bezeugen.