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Im Vorfeld der Veranstaltung »Wir helfen – von Lesbos bis hierher« wurden die Plakate der Bundestagskandidatin Carmen Wegge (SPD) in Gilching rassistisch verunstaltet. „Das ist ein Grund mehr, das wichtige Thema Flucht und Integration wieder in den Vordergrund zu stellen!“ so Christian Winklmeier, Kreistagsfraktionsmitglied der SPD.
Am 21.4. traf sich Carmen Wegge mit so prominenten Gästen wie dem Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags Markus Rinderspacher, Benedikt Funke (Seenotretter) und Claudia Steinke (Helfer*innenkreis Tutzing) zum Gespräch. Mit dabei waren zahlreiche Helfer*innen aus dem Landkreisen Starnberg und Landsberg sowie aus Germering. Als Überraschungsgast kam der Lifeline-Kapitän Claus Peter Reisch hinzu.
Nach eindrücklichen Schilderungen über die Situation im Mittelmeer konnte Claudia Steinke auch Positives berichten. „Bei uns in Tutzing war die Stimmung von Anfang an gut. Die Menschen wollten und wollen helfen und sind auch jetzt noch mit dabei, wenn es darum geht, zu spenden. Trotzdem brauchen wir als Helfer*innen mehr Vernetzung, um den Druck auf die Politik zu erhöhen – wir können noch mehr helfen.“ Auch andere Helfer*innen schildern die aktuellen Sorgen, die sie umtreiben. Wichtig sei es vor allem, dass Geflüchtete arbeiten können und für sie auch Wohnraum zur Verfügung steht. Gerade im Landkreis Landsberg gebe es viel freistehende Wohnungen, bei denen sich die Vermieter*innen aber weigern, diese an Geflüchtete zu vergeben.
»Die großen Weichen müssen auf politischer Ebene gestellt werden. Wir müssen auf internationaler Ebene das Asylrecht neu verhandeln, wir brauchen ein europäisches Asylverfahren und die Arbeitserlaubnis für Geflüchtete. Nur so kann echte Integration gelingen!«, so Wegge.
Auf die Frage, was sie als Innenministerin tun würde, sagte sie „Ich würde mich vor allem nicht darüber freuen, dass zu meinem Geburtstag Menschen abgeschoben werden, sondern effektive Landesaufnahmeprogramme der Bundesländer ermöglichen“.

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Die Bundestagskandidatin der SPD mit Benedikt Funke (Seenotretter Iuventa/Aquarius), Markus Rinderspacher (Vizepräsident Bay. Landtag und Sprecher für Europapolitik) und Claudia Steinke (Helferkreis Tutzing, Bündnis für Menschlichkeit) im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern

Die Pandemie stoppt keine Kriege. Die Pandemie hält den Klimawandel nicht auf. Noch immer sind Menschen auf der Flucht. Nicht alle werden gerettet, nicht alle kommen in Europa an. Welche Rolle spielen hier EU und Frontex?

Wir haben viele Kommunen, die sagen »Wir wollen aufnehmen« – aber sie dürfen nicht! Welche Rolle spielen hier Bund und Freistaat?

Viele Geflüchtete wollen arbeiten, deutsch lernen, ihr Leben zurück erobern. Viele ehrenamtliche Helfer*innen stehen an ihrer Seite. Aber viele fühlen sich allein gelassen. Warum?

All diesen Fragen gehen wir nach! Alle sind herzlich eingeladen.

21. April ab 19.00 Uhr via Zoom unter https://us02web.zoom.us/j/8105368693

Für die Teilnahme benötigen Sie keinen Account bei Zoom. Sie können sich direkt über Ihren Browser einwählen. Fragen können sowohl vorab per E-Mail an [email protected] oder direkt live gestellt werden.

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