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Bei der Veranstaltung »Cannabis legalisieren« am 15.7. war die 31-jährige SPD-Bundestagskandidatin Carmen Wegge mit Andreas Richter vom Deutschen Hanfverband und den über 50 Teilnehmer*innen ins Gespräch.

»Die Legalisierung von Cannabis ist überfällig«, sagt Carmen Wegge bereits zu Beginn der Veranstaltung »Früher habe ich auch immer gedacht ›Warum noch eine Droge legalisieren?‹ Wenn man sich mit dem Thema aber konkret auseinandersetzt, wird schnell klar, dass eine Legalisierung wesentlich mehr Vorteile als Nachteile bietet.«

In der Veranstaltung ging es zunächst um die Situation von Menschen in Deutschland, die auf Medizinalhanf angewiesen sind. »Medizinalhanf ist seit 2017 in Deutschland erlaubt. Trotzdem sehen sich viele Patient*innen Diskriminierung in diesem Zusammenhang ausgesetzt«, berichtet Andreas Richter. »Hierbei geht es um Polizist*innen, die einem nicht glauben, dass man Cannabis legal dabei hat, es geht um die Angst nicht mehr fahren zu dürfen und um die Suche nach Apotheken und Ärzt*innen, um überhaupt behandelt werden zu können.«

Viele Teilnehmer*innen, die selbst auf Medizinalhanf angewiesen sind bestätigen diese Ausführungen. »Viele Apotheken verkaufen das Cannabis für 26 €, obwohl sie nur 10 € dafür verlangen müssten. Wie soll man sich das leisten?«, fragt einer der Teilnehmer.

Diskutiert wird aber auch über die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel. Hier gehen die Meinungen auseinander. Teilnehmer Sepp Huber fordert »eine Welt ohne Drogen als Ziel« und Teilnehmerin Kathi macht klar »eine Legalisierung kann nur dann erfolgen, wenn Sucht- und Präventionsarbeit massiv ausgebaut werden.«

Am Ende sind sich die Teilnehmer*innen einig, dass eine Lehttps://www.carmen-wegge.de/wp-content/uploads/sites/50/2021/07/2021_07_16-PM-Cannabis-legalisieren-Carmen-Wegge-15.-Juli-Nachlese.pdfgalisierung zur Folge hätte, dass Staatsanwaltschaften entlastet werden, der Anbau von Cannabis kontrolliert und gesundheitlich verträglicher möglich wäre und der Staat hierdurch enorme Einnahmen erwirtschaften könnte. Abschließend sagt Carmen Wegge »Schon jetzt konsumieren 10 % der Bevölkerung regelmäßig Cannabis – egal ob es verboten ist oder nicht. Diese Menschen müssen entkriminalisiert werden. Meine Position zu dem Thema ist klar. Ich setze mich für eine Legalisierung und mindestens eine Entkriminalisierung von Cannabis ein. Ich bin froh, dass die SPD dies ebenfalls im Wahlprogramm stehen hat.«

[Pressemitteilung als PDF zum Download]

Die Bundestagskandidatin der SPD mit Andreas Richter (Deutscher Hanfverband) im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern

Inzwischen plädieren mehr Parteien für die Legalisierung von Cannabis als sich dagegen aussprechen. Auch die SPD fordert in ihrem Wahlprogramm die Legalisierung von Cannabis. Medizinalhanf ist in Deutschland längst legal und erhältlich.

Trotzdem haben immer noch viele Menschen Berührungsängste mit dem Thema. »Warum noch eine Droge legalisieren? Wir haben doch schon Alkohol und Zigaretten?«, so lautet eine häufig gestellte Frage.

Daher – lasst uns darüber reden: Über die Auslastung der Staatsanwaltschaften und Gerichte, über die Auswirkungen des kontrollierten Anbaus, über die Lenkungsmöglichkeiten des Staates und eine potentielle neue Einnahmequelle.

In der Diskussion soll es nicht nur um Cannabis als Genussmittel gehen, sondern auch um die aktuelle Situation von Patient*innen, die auf Medizinalhanf angewiesen sind in Deutschland.

15. Juli um 19.30 Uhr via Zoom. Link bei www.carmen-wegge.de –> Aktuell bzw. https://www.carmen-wegge.de/aktuell/ oder direkt https://us02web.zoom.us/j/8105368693 Für die Teilnahme benötigen Sie keinen Account bei Zoom. Sie können sich direkt über Ihren Browser einwählen. Fragen können sowohl vorab per E-Mail an [email protected] oder direkt live gestellt werden.

[Pressemitteilung als PDF zum Download]